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<title>Konstantinsbogen</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Konstantinsbogen</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Der <b>Konstantinsbogen</b> ist ein dreitoriger <a href="Triumphbogen" title="Triumphbogen">Triumphbogen</a> in <a href="Rom" title="Rom">Rom</a>. Er wurde zu Ehren des Kaisers <a href="Konstantin_der_Gro%C3%9Fe" title="Konstantin der Große">Konstantin</a> in Erinnerung an dessen Sieg in der <a href="Schlacht_an_der_Milvischen_Br%C3%BCcke" title="Schlacht an der Milvischen Brücke">Schlacht an der Milvischen Brücke</a> im Jahr 312 über seinen Widersacher <a href="Maxentius" title="Maxentius">Maxentius</a> errichtet, allerdings unter Wiederverwendung älterer Reliefs und Säulen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Der <i>Konstantinsbogen</i> wurde spätestens 312 begonnen und am 25. Juli 315 geweiht. An diesem Tag feierte Konstantin den Beginn seines zehnten Regierungsjahres <i>(decennalia)</i>. Auftraggeber für das Werk waren laut der Inschrift der <a href="R%C3%B6mischer_Senat" title="Römischer Senat">Senat</a> und das Volk von Rom. Nach Ansicht mehrerer Forscher war der Bau allerdings bereits um 307 von Maxentius begonnen worden und schon zu gut zwei Dritteln fertig, als Konstantin 312 in Rom einzog.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als eine weitere Möglichkeit wird diskutiert, dass ein in den Quellen nicht bezeugter noch etwas älterer Bogen (etwa aus der Zeit <a href="Diokletian" title="Diokletian">Diokletians</a>), der wohl an einer anderen Stelle stand, unter Konstantin auseinandergenommen und als Triumphbogen für Konstantin neu zusammengestellt wurde.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch ob Konstantin nach seinem Sieg von 312 tatsächlich einen <a href="R%C3%B6mischer_Triumph" title="Römischer Triumph">Triumph</a> feierte, ist unklar und umstritten.
</p><p>Der Bogen wurde jedenfalls an prominenter Stelle errichtet: Er überspannt in unmittelbarer Nähe des <a href="Kolosseum" title="Kolosseum">Kolosseums</a> die Via Triumphalis, die sich nur wenige Meter nach dem Bogen mit der <a href="Via_Sacra" title="Via Sacra">Via Sacra</a> verbindet. Diesen Weg schlugen traditionell alle Triumphatoren ein, wenn sie vom <a href="Circus_Maximus" title="Circus Maximus">Circus Maximus</a> kommend den <a href="Palatin_(Rom)" title="Palatin (Rom)">Palatin</a> umrundeten, um dann über die Via Sacra und das <a href="Forum_Romanum" title="Forum Romanum">Forum</a> zum <a href="Kapitol_(Rom)" title="Kapitol (Rom)">Kapitol</a> zu gelangen. Ursprünglich soll der Bau von einer <a href="Quadriga" title="Quadriga">Quadriga</a> gekrönt gewesen sein, die jedoch bei der <a href="Pl%C3%BCnderung_Roms_(410)" title="Plünderung Roms (410)">Plünderung Roms</a> durch die <a href="Westgoten" class="mw-redirect" title="Westgoten">Westgoten</a> unter <a href="Alarich_I." title="Alarich I.">Alarich</a> im Jahr 410 oder bei der <a href="Pl%C3%BCnderung_Roms_(455)" title="Plünderung Roms (455)">Plünderung Roms</a> durch die <a href="Vandalen" title="Vandalen">Vandalen</a> unter <a href="Geiserich" title="Geiserich">Geiserich</a> 455 abhandengekommen sein soll.
</p><p>Im <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalter</a> integrierte man den Triumphbogen, ebenso wie das Kolosseum, in die Stadtbefestigungsanlagen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde er in den derzeitigen baulichen Zustand versetzt. Im modernen Rom litt der Bogen, wie viele andere antike Monumente auch, sehr stark unter den Belastungen durch den motorisierten Straßenverkehr.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bau_und_Gestaltung">Bau und Gestaltung</h2></div>
<p>Der <i>Konstantinsbogen</i> ist der größte und jüngste unter den drei Triumphbögen, die im antiken Viertel um das Forum Romanum erhalten sind. Er ist 21 Meter hoch, 25,7 Meter breit und hat eine Durchgangstiefe von über 7 Metern. Von anderen Bauwerken unterscheidet er sich vor allem dadurch, dass etliche Teile des Zierrats sowie die <a href="Kannelierung" title="Kannelierung">kannelierten</a> <a href="Korinthische_Ordnung" title="Korinthische Ordnung">korinthischen</a> <a href="S%C3%A4ule" title="Säule">Säulen</a> aus älteren Denkmälern und Gebäuden stammen.
</p><p>An den frontalen Seiten prägen je vier Säulen das Bild, ähnlich der Bauweise bei seinem architektonischen Vorbild, dem <a href="Septimius-Severus-Bogen" title="Septimius-Severus-Bogen">Septimius-Severus-Bogen</a>. Die Sockel der Säulen tragen Reliefs von Siegesgöttinnen, Soldaten und gefangenen Barbaren. In den Bogenwinkeln sind <a href="Allegorie" title="Allegorie">allegorische</a> Dekorationen und Figuren zu erkennen: Gottheiten, die personifizierten Jahreszeiten, Flussgötter. Über den Hauptbogen legen sich geflügelte Siegesgötter. Es folgt ein umlaufendes Relief über den kleinen Bögen, das die Geschichte von Konstantins Feldzug, seinem Sieg und der Machtübernahme in Rom erzählt: Es beginnt an der westlichen Schmalseite mit dem „Aufbruch aus <a href="Mailand" title="Mailand">Mailand</a>“ <i>(profectio)</i>, dann folgen an der Südseite die Belagerung einer Stadt, wohl <a href="Verona" title="Verona">Verona</a>, <i>(obsidio)</i> und die Darstellung der <a href="Schlacht_an_der_Milvischen_Br%C3%BCcke" title="Schlacht an der Milvischen Brücke">Schlacht an der Milvischen Brücke</a> <i>(proelium)</i>. An der Ostseite ist der Einzug des siegreichen Kaisers in Rom abgebildet <i>(adventus)</i> und an der Nordseite die Rede des Kaisers auf dem <a href="Forum_Romanum" title="Forum Romanum">Forum Romanum</a> <i>(oratio)</i> sowie die Verteilung von Geldgeschenken an das Volk <i>(<a href="Largitio" title="Largitio">largitio</a>)</i>. Soweit die konstantinische Dekoration, welche zum großen Teil die künstlerische Feinheit und Ausdruckskraft früherer Jahrhunderte vermissen lässt.
</p><p>Die acht auffälligen, paarweise positionierten <a href="Tondo" title="Tondo">Tondi</a> an den Frontseiten stammen aus der Zeit Kaiser <a href="Hadrian_(Kaiser)" title="Hadrian (Kaiser)">Hadrians</a>. Sie zeigen vier Jagdszenen und vier Opferszenen. Die Hauptfigur ist Hadrian, doch wurde sein Kopf auf vier Reliefs durch den Konstantins ersetzt, auf den übrigen vier durch Konstantins Vater <a href="Constantius_I." title="Constantius I.">Constantius I.</a> oder Konstantins oströmischen Mitregenten <a href="Licinius" title="Licinius">Licinius</a> (die Identifizierung ist nicht gesichert). Die Reliefs des Hauptdurchgangs stammen aus der <a href="Basilica_Ulpia" title="Basilica Ulpia">Basilica Ulpia</a> am Trajansforum.
</p><p>Die Statuen, die die Säulen in Höhe der <a href="Attika_(Architektur)" title="Attika (Architektur)">Attika</a> krönen, stellen Daker dar, welche an den Daker-Feldzug <a href="Trajan" title="Trajan">Trajans</a> erinnern. Zwischen den Statuen finden sich wiederum paarweise rechteckige Reliefs mit Motiven der <a href="Markomannenkriege" title="Markomannenkriege">Markomannenkriege</a> des <a href="Mark_Aurel" title="Mark Aurel">Mark Aurel</a>. Sie erzählen die Geschichte vom Aufbruch, dem Krieg und der Heimkehr des Kaisers im Jahr 173. Über dem Hauptbogen ist in großen Lettern, jedoch im Detail unsauber gearbeitet, die Widmungsinschrift angebracht.
</p><p>In der Forschung ist es umstritten, ob die Wiederverwendung älterer Werke (Spolienzyklen) von möglichen finanziellen Schwierigkeiten und Sparzwang zeugt oder ob Konstantin dadurch in die Tradition früherer, in der <a href="Senatorische_Geschichtsschreibung" title="Senatorische Geschichtsschreibung">senatorischen Geschichtsschreibung</a> hochgelobter Kaiser gestellt werden sollte.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es wird teils vermutet, dass der Bogen bereits einen Vorgängerbau aus Hadrians Zeit hatte, der lediglich mit der Attika aufgestockt und neu verkleidet wurde. Die aufbereiteten und überarbeiteten Reliefs stammen aus den Regierungsjahren der Kaiser Trajan (98–117), Hadrian (117–138) und Mark Aurel (161–180).
</p><p>Der Stil ist streng, es existiert eine unräumliche Reihung und Staffelung der frontal und symmetrisch angeordneten Figuren. Die Bedeutungsperspektive unterstreicht sinnfällig die sozialen Gegensätze und die gesellschaftliche Hierarchie in der Zeit des Dominats. Der Kaiser wird, unabhängig von seiner Stellung innerhalb des Reliefs, größer als die ihn umgebenden Personen dargestellt; ihm folgen, der Größe nach gestaffelt, die Hofbeamten und die Soldaten.
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 235px">
<div class="thumb" style="width: 230px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Reliefs am Säulensockel (Südseite)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 235px">
<div class="thumb" style="width: 230px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Detail der hadrianischen Tondi, darunter der konstantinische Fries</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 235px">
<div class="thumb" style="width: 230px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Der Konstantinsbogen vom Kolosseum aus gesehen; am rechten Bildrand sind die Via Sacra und der Titusbogen erkennbar.</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 235px">
<div class="thumb" style="width: 230px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Verteilung der Reliefs am Konstantinsbogen und ihre Datierung</div>
</li>
</ul>
<div style="clear:both;"></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_Inschriften">Die Inschriften</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Widmungsinschrift_der_Zeit_Konstantins">Widmungsinschrift der Zeit Konstantins</h3></div>
<table>
<tbody><tr>
<td>Die Inschrift:
<div style="margin-left:2em" class="poem">
<p>IMP · CAES · FL · CONSTANTINO · MAXIMO<br>
P · F · AUGUSTO · S · P · Q · R<br>
QUOD INSTINCTU DIVINITATIS MENTIS<br>
MAGNITUDINE CUM EXERCITU SUO<br>
TAM DE TYRANNO QUAM DE OMNI EIUS<br>
FACTIONE UNO TEMPORE IUSTIS<br>
REM PUBLICAM ULTUS EST ARMIS<br>
ARCUM TRIUMPHIS INSIGNEM DICAVIT<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</div>
</td>
<td style="padding-left:2em; vertical-align:top">Ergänzt lautet die Inschrift:
<div style="margin-left:2em; font-style:italic" class="poem">
<p>Imp(eratori) Caes(ari) Fl(avio) Constantino Maximo<br>
P(io) F(elici) Augusto s(enatus) p(opulus)q(ue) R(omanus)<br>
quod instinctu divinitatis mentis<br>
magnitudine cum exercitu suo<br>
tam de tyranno quam de omni eius<br>
factione uno tempore iustis<br>
rem publicam ultus est armis<br>
arcum triumphis insignem dicavit
</p>
</div>
</td>
<td style="padding-left:2em; vertical-align:top">Die (sinngemäße) Übersetzung lautet:
<div style="margin-left:2em" class="poem">
<p>„Dem Imperator Caesar Flavius Constantinus, dem größten,<br>
frommen, glückhaften <a href="Augustus_(Titel)" title="Augustus (Titel)">Augustus</a>, haben Senat und Volk von Rom,<br>
weil er auf Eingebung einer Gottheit, durch die Größe<br>
seiner Einsicht, zusammen mit seinem Heer<br>
das Gemeinwesen gleichzeitig sowohl vom Tyrannen als auch von dessen<br>
gesamter Clique in einem gerechten<br>
Waffengang befreit hat,<br>
diesen Bogen, geschmückt mit Triumphdarstellungen, geweiht.“<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</div>
</td></tr></tbody></table>
<p>Der Triumphbogen vermeidet durch die Formulierung „durch göttliche Eingebung“ eine eindeutige Zuschreibung des Sieges an den Gott der Christen, wie er sich bei <a href="Lactantius" title="Lactantius">Laktanz</a> und <a href="Eusebius_von_Caesarea" title="Eusebius von Caesarea">Eusebius</a> in der Aussage <i>„in hoc signo vinces“</i> („in diesem Zeichen wirst du siegen“) findet, und enthält keinerlei christliche Symbolik.
</p>
<div style="box-sizing:border-box;clear:{{{clear}}}; max-width:100%;margin-top:0.1em; margin-bottom:0.1em; margin-left:auto; margin-right:auto;"><div class="thumbinner centered panorama" style="max-width:1202px; width: 100%; width: inherit;"><div class="thumbimage noresize" style="overflow-y:hidden; overflow-x:scroll; overflow:auto; width:100%; width:inherit;"><span typeof="mw:File"></span></div><div class="thumbcaption" style="text-align: center;"><div style="float:right; margin:0 3px"><span class="skin-invert" typeof="mw:File"><a href="https://tools.wmflabs.org/zoomviewer/?flash=no&f=KonstantinsbogenAttika.jpg" title="Interaktiver Bildbetrachter" class="external"></a></span></div><div style="float:left; width:30px; height:12px;"></div>Die Dedikationsinschrift im Zentrum der Attika (Konstantinsbogen 2014)</div></div></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weitere_Inschriften_konstantinischer_Zeit">Weitere Inschriften konstantinischer Zeit</h3></div>
<p>Der Bildschmuck des Konstantinsbogens ist mit weiteren Inschriften versehen, die sich in zwei Zweierpaare aufteilen lassen.
</p><p>Im mittleren Durchgang befindet sich links und rechts jeweils eine Inschrift, die Kaiser Konstantin aufgrund seiner Verdienste verherrlicht: „liberatori urbis“ („Dem Befreier der Stadt“) und „fundatori quietis“ („Dem Begründer der Ruhe“).<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die jeweiligen Bezeichnungen stehen im <a href="Dativ" title="Dativ">Dativ</a>, stellen also eine stark verkürzte Form der Widmung dar: „[Dieser Bogen wurde errichtet] dem Befreier der Stadt, dem Begründer der Ruhe.“
</p><p>Die zwei anderen Inschriften befinden sich auf den beiden Frontseiten des Konstantinsbogen (Süden und Norden). Sie sind beide in zwei Teile aufgeteilt, von denen sich jeweils einer über einem der seitlichen Durchgänge befindet. Der Text auf der Nordseite lautet „Sic X – votis X“ (sinngemäß: „So aufgrund der Gelübde im zehnten (Regierungsjahr).“), der auf der Südseite „Sic XX – votis XX“ (sinngemäß: „So aufgrund der Gelübde im zwanzigsten (Regierungsjahr).“).<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese beiden Inschriften beziehen sich auf die öffentlichen Gebete und Gelübde, die im römischen Reich anlässlich der Regierungsjubiläen eines Herrschers (beispielsweise der <a href="Decennalia" title="Decennalia">Decennalia</a>) gefeiert wurden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Renovierungsinschrift_Clemens’_XII."><span id="Renovierungsinschrift_Clemens.E2.80.99_XII."></span>Renovierungsinschrift Clemens’ XII.</h3></div>
<p>An der westlichen Schmalseite des Konstantinsbogens befindet sich eine Inschrift des 18. Jahrhunderts. Diese erinnert an das Renovierungsprojekt des Papstes <a href="Clemens_XII." title="Clemens XII.">Clemens XII.</a>, der von 1730 bis 1740 amtierte.
</p>
<table>
<tbody><tr>
<td>Die Inschrift:
<div style="margin-left:2em" class="poem">
<p>CLEMENTI · XII<br>
PONT · MAX<br>
QUOD · ARCUM<br>
IMP · CONSTANTINO · MAGNO<br>
ERECTUM<br>
OB · RELATAM · SALUTARI<br>
CRUCIS · SIGNO<br>
PRAECLARAM · DE · MAXENTIO<br>
VICTORIAM<br>
IAM · TEMPORUM · INIURIA<br>
FATISCENTEM<br>
VETERIBUS · REDDITIS<br>
ORNAMENTIS · RESTITUERIT<br>
ANNO · D · MDCCXXXIII<br>
PONT · III<br>
S · P · Q · R<br>
OPTIMO · PRINCIPI<br>
AC · PRISTINAE · MAIESTATIS<br>
URBIS · ADSERTORI<br>
POS
</p>
</div>
</td>
<td style="padding-left:2em; vertical-align:top">Ergänzt lautet die Inschrift:
<div style="margin-left:2em; font-style:italic" class="poem">
<p>Clementi XII<br>
pont(ifici) max(imi)<br>
quod arcum<br>
imp(eratori) Constantino magno<br>
erectum<br>
ob relatam salutari<br>
crucis signo<br>
praeclaram de Maxentio<br>
victoriam<br>
iam temporum iniuria<br>
fatiscentem<br>
veteribus redditis<br>
ornamentis restituerit<br>
anno d(omini) MDCCXXXIII<br>
pont(ificatus) III<br>
s(enatus) p(opulus)q(ue) R(omanus)<br>
optimo principi<br>
ac pristinae maiestatis<br>
urbis adsertori<br>
pos(uit)
</p>
</div>
</td>
<td style="padding-left:2em; vertical-align:top">Eine mögliche Übersetzung lautet:
<div style="margin-left:2em" class="poem">
<p>„Dem Papst<br>
Clemens XII.,<br>
weil er den Bogen,<br>
der Kaiser Konstantin dem Großen<br>
errichtet war<br>
wegen seines unter dem heilbringenden<br>
Zeichen des Kreuzes errungenen<br>
glänzenden Sieges<br>
über Maxentius<br>
und der schon durch die Unbill der Zeiten<br>
zu verfallen begann,<br>
dadurch, dass er ihm seine alten Schmuckstücke zurückgegeben hat,<br>
wiederhergestellt hat<br>
im Jahre des Herrn 1733,<br>
seines <a href="Pontifikat" title="Pontifikat">Pontifikats</a> 3,<br>
hat der Senat und das Volk von Rom<br>
dem besten <a href="Princeps" title="Princeps">Prinzeps</a><br>
und Beschirmer der früheren Majestät<br>
der Stadt<br>
(den Stein) gesetzt.“<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</div>
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Der_Konstantinsbogen_in_der_Kunstgeschichte">Der Konstantinsbogen in der Kunstgeschichte</h2></div>
<p>Der im Fresko <i>Die Bestrafung der Rotte Korah</i> von <a href="Sandro_Botticelli" title="Sandro Botticelli">Sandro Botticelli</a> dargestellte Triumphbogen wurde dem Konstantinsbogen nachgestaltet.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Antoine_Caron" title="Antoine Caron">Antoine Caron</a> zitiert den Konstantinsbogen in seinem Gemälde <i>Das Blutbad der Triumvirn</i> (1566).<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Hans_Peter_L%E2%80%99Orange" title="Hans Peter L’Orange">Hans Peter L’Orange</a>, <a href="Armin_von_Gerkan" title="Armin von Gerkan">Armin von Gerkan</a>: <i>Der spätantike Bildschmuck des Konstantinsbogens.</i> De Gruyter, Berlin 1939.</li>
<li><a href="Gerhard_Koeppel" title="Gerhard Koeppel">Gerhard Koeppel</a>: <i>Die historischen Reliefs der römischen Kaiserzeit IV. Stadtrömische Denkmäler unbekannter Bauzugehörigkeit aus hadrianischer bis konstantinischer Zeit.</i> In: <i><a href="Bonner_Jahrb%C3%BCcher" title="Bonner Jahrbücher">Bonner Jahrbücher</a>.</i> Band 186, 1986, S. 1–90 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/bjb/article/view/83339">Digitalisat</a>).</li>
<li>Patrizio Pensabene, Clementina Panella: <i>Arco di Costantino. Tra archeologia e archeometria.</i> Rom 1998.</li>
<li>Gerhard Koeppel: <i>Die historischen Reliefs der römischen Kaiserzeit VII. Der Bogen des Septimius Severus, die Decennalienbasis und der Konstantinsbogen.</i> In: <i>Bonner Jahrbücher.</i> Band 190, 1990, S. 1–64 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/bjb/article/view/58688">Digitalisat</a>).</li>
<li>Maria Letizia Conforto u. a.: <i>Adriano e Costantino. Le due fasi dell’arco nella Valle del Colosseo.</i> Mailand 2001.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Arch_of_Constantine_(Rome)?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Konstantinsbogen</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.roma-antiqua.de/antikes_rom/kolosseum/konstantinsbogen">Der Konstantinsbogen bei Roma Antiqua – Rom im Netz</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.die-roemer-online.de/staedte_bauwerke/rom/bauwerke/konstantinbogen.html">die-roemer-online.de Der Konstantinbogen</a> bei die-roemer-online.de</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anmerkungen">Anmerkungen</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Stephen Mitchell: <i>A History of the Later Roman Empire.</i> 2. Auflage. Chichester 2015, S. 168–170.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Überblick über die verschiedenen Forschungsthesen bei Michael Koortbojian, <a href="Noel_Emmanuel_Lenski" title="Noel Emmanuel Lenski">Noel Lenski</a>: <i>The Constantinian Frieze on Constantine’s Arch. The Weight of the Evidence.</i> In: <i><a href="R%C3%B6mische_Mitteilungen" title="Römische Mitteilungen">Römische Mitteilungen</a>.</i> Band 129, 2023, S. 336–390 (<a href="https://doi.org/10.34780/0f5m-0ze5" class="extiw external" title="doi:10.34780/0f5m-0ze5">DOI:10.34780/0f5m-0ze5</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. zusammenfassend <a href="Josef_Engemann" title="Josef Engemann">Josef Engemann</a>: <i>Der Konstantinsbogen</i>. In: <a href="Alexander_Demandt" title="Alexander Demandt">Alexander Demandt</a>, Josef Engemann (Hrsg.): <i>Konstantin der Große</i>. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2007, S. 85–89.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Corpus_Inscriptionum_Latinarum" title="Corpus Inscriptionum Latinarum"><i>CIL</i></a> <a rel="nofollow" class="external text" href="http://db.edcs.eu/epigr/epi_einzel_de.php?p_belegstelle=CIL+06%2C+01139&r_sortierung=Belegstelle">6, 1139</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Übersetzung nach <a href="Hartwin_Brandt" title="Hartwin Brandt">Hartwin Brandt</a>: <i>Konstantin, Maxentius und die heidnische Aristokratie in der Stadt Rom.</i> In: <i>Ostkirchliche Studien.</i> Band 65, 2016, S. 146–170, hier S. 163.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Klaus_Bartels_(Altphilologe)" title="Klaus Bartels (Altphilologe)">Klaus Bartels</a>: <i>Roms sprechende Steine. Inschriften aus zwei Jahrtausenden gesammelt, übersetzt und erläutert.</i> 4. Auflage. Philipp von Zabern, Darmstadt/Mainz 2012, ISBN 978-3-8053-4478-4, S. 55. Siehe auch den <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bartels-inschriften.uni-freiburg.de/DatabaseInscriptions/MainWebsite2.php?id=1418">Eintrag in der Klaus-Bartels-Datenbank römischer Inschriften</a>, abgerufen am 29. Dezember 2023.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Klaus Bartels: <i>Roms sprechende Steine. Inschriften aus zwei Jahrtausenden gesammelt, übersetzt und erläutert.</i> 4. Auflage. Philipp von Zabern, Darmstadt/Mainz 2012, ISBN 978-3-8053-4478-4, S. 55. Siehe auch den <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bartels-inschriften.uni-freiburg.de/DatabaseInscriptions/MainWebsite2.php?id=1419">Eintrag in der Klaus-Bartels-Datenbank römischer Inschriften</a>, abgerufen am 29. Dezember 2023.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Übersetzung orthographisch angepasst nach Klaus Bartels: <i>Roms sprechende Steine. Inschriften aus zwei Jahrtausenden gesammelt, übersetzt und erläutert.</i> 4. Auflage. Philipp von Zabern, Darmstadt/Mainz 2012, ISBN 978-3-8053-4478-4, S. 57.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Norbert Schneider: <i>Historienmalerei. Vom Spätmittelalter bis zum 19. Jahrhundert</i>. Köln u. a. 2010, S. 101.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Norbert Schneider: <i>Historienmalerei. Vom Spätmittelalter bis zum 19. Jahrhundert.</i> Köln u. a. 2010, S. 131.</span>
</li>
</ol>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">41.889722222222</span><span class="longitude">12.490833333333</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:41.889722222222,12.490833333333"><span title="Breitengrad">41° 53′ 23″ <abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">12° 29′ 27″ <abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
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